Immer währende Harmonie“…eine Falle, die zu schön  ist, um wahr zu sein.

Sie ermüden uns manchmal, die täglichen „Kleinkriege“. Viele von uns tun sich besonders schwer Konflikte einzugehen. Lassen sich lieber „um des Friedens willen“ ihre Wünsche und Bedürfnisse nehmen. Oder sie haben gelernt, indirekte Wege zu gehen, um ans Ziel zu gelangen.

Die Folge davon sind Wut- bzw. Aggressionsausbrüche zum falschen Zeitpunkt, die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben. Der aufgestaute Ärger sucht sich dann zum ungeeigneten Zeitpunkt ein Ventil.

Konflikte sind ein wichtiger Teil unsers Lebens. Sie sind Hürden, die uns helfen einen Schritt in der Entwicklung weiter zu kommen. Wir sind Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Zielen. Wir unterscheiden uns in unseren Werten. Wir wollen uns von anderen abheben bzw. abgrenzen – das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Konflikte einzugehen und Lösungen zu finden, gehört zu unserem Leben dazu.

Konflikte sind Aus-einander-setzungen. Wir kommunizieren unseren Standpunkt. Legen unsere Sichtweise dar und haben die Möglichkeit gleichzeitig, durch das Aus-einander-setzen mit dem „Gegner“, dessen Blickwinkel kennen zu lernen. Dieses sich mit dem anderen „beschäftigen“ erweitert unsere Grenzen. Die erörterten Argumente geben uns Einblick in das Erleben eines Anderen. Sie bereichern uns damit auch.

Folgende Regeln empfehlen sich bei der Konfliktaustragung:

– einander ausreden lassen! Das gilt für alle Beteiligten.
– Emotionen, die unweigerlich aufkommen, offen ansprechen…“es ärgert mich, dass…;
– keine Schuldzuweisungen …“du bist….“
– beide Parteien müssen an einer Konfliktlösung interessiert sein. Wenn einer nur darüber redet, um nicht als „sturer Bock“  zu gelten, dann wird das Gespräch zu keiner Lösung führen.
– niveauvoll bleiben und nie unter der Gürtellinie gehen (keine Schimpfwörter verwenden)!
– wenn die Standpunkte erörtert wurden, ist es Zeit Gemeinsamkeiten zu finden
– Kompromisse finden
– keine Verallgemeinerungen wie zB: nie, immer, alles….
– Vergangenes nicht frisch aufwärmen. Bleiben Sie bei aktuellen Situationen.
– bleiben Sie unter sich. Nicht an öffentlichen Plätzen austragen. Es braucht einen geschützten Rahmen.

WICHTIG ist:
Wenn sich ein Konflikt aufbaut, sofort ansprechen. Lassen Sie nicht zu viel Zeit vergehen. Schweigen hilft hier nicht weiter. Die Gräben vertiefen sich.

Solche Gespräche brauchen jedenfalls ZEIT!

Zwischen Tür und Angel haben konstruktive Streitgespräche keinen Platz. Vielleicht braucht es auch eine Pause, um die eigenen Emotionen zu zügeln und wieder mit mehr Gelassenheit in das Gespräch zu gehen – bitten Sie den anderen darum, wenn das so ist.

Nehmen Sie sich auch die Zeit in die „Schuhe“ des anderen zu schlüpfen und seine Perspektive einzunehmen.

Ein Konflikt ist immer auch eine Chance, etwas zum Besseren zu bewegen. Daher wäre es klug schon im Kindesalter streiten zu lernen. Leider herrscht bei vielen Familien jedoch der Gedanke: „Streit ist um jeden Preis zu vermeiden“. Es ist jedoch wichtig schon in jungen Jahren zu lernen, wie man mit solchen Situationen umgeht.

Sie werden erleben, ein reinigendes Gewitter tut gut. Hernach können Sie wieder besser miteinander auskommen.

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