Workshop am 25.01.2019: “Ruheinseln für Dauerbrenner”

Rituale sind Ankerpunkte im Leben

Rituale könnten als Gewohnheit beschrieben oder mit diesen gleichgesetzt werden, doch das würde ihrem Stellenwert nicht wirklich gerecht werden und eher geringschätzig klingen. Rituale sind viel mehr Ankerpunkte im Leben, die Stabilität geben und an denen sich viele andere Abläufe ausrichten können.

Besonders wichtig sind Rituale, weil Sie eine Struktur verleihen. Sie können dabei helfen, Tage, Wochen oder ganze Jahre in ein geregeltes System zu unterteilen. So ist etwa der Sommerurlaub für viele Menschen ein sehr wichtiges Ritual, an dem Jahr für Jahr nichts zu rütteln ist. Das kann eine Reise zur immer gleichen Zeit sein, für manche beinhaltet dieses Ritual sogar den jährlichen Flug an den gleichen Ort, ins gleiche Hotel und sogar ins gleiche Zimmer.

Gleichzeitig vermitteln Rituale ein Gefühl der Sicherheit. Es sind Situationen, die wir selbst kontrollieren, die wir im Griff haben und in- und auswendig kennen. Keine Neuheiten, kein Stress, keine Veränderung, keine Herausforderung, auf die wir reagieren oder an die wir uns anpassen müssen. Altbekanntes ist eben nicht schlecht, sondern kann ein Punkt sein, an dem wir uns gerne ausrichten und uns erden können.

Als Ankerpunkte im Leben helfen Rituale auch in schwierigen Zeiten. Es sind Fixpunkte im eigenen Universum, die auch dann noch bestehen, wenn Stress, Belastungen oder Unsicherheit Sorgen bereiten. Rituale machen das Leben vorhersehbarer, kontrollierbar und damit einfacher.

Herz-Meditation
Das Herz ist der Sitz des Mentalen, so sagen es die alten Yogis.
Wenn wir unser Gewahrsein auf unser inneres Licht in unserem Herzen, das unablässig strahlt, ausrichten, kommt unser Geist mehr und mehr zur Ruhe. (sutra 35, 1. Kapitel)
Ein ruhiger Geist ist das große Ziel im Yoga und nicht, wie es manchmal scheint, ein muskulöser und beweglicher Körper. All die Mühe, die wir uns in der Yogapraxis machen, dient vor allem der Beruhigung unseres unablässig arbeitenden Geistes. Nur ein stiller Geist lässt uns eintauchen in die Fülle und die Schönheit des Augenblicks.
 
Übungsanleitung zur Herz – Meditation
Komme in eine aufrechte und angenehme Sitzhaltung. Schließe die Augen. Spüre den Boden unter dir und nimm deinen Körper von unten nach oben wahr.

Sei dir deines ganzen Körpers bewusst.
Nimm nun deinen Atem wahr. Nimm wahr, dass du atmest, ohne Anstrengung. Der Atem strömt ganz von selbst durch deine Nasenöffnungen ein und er strömt auch ganz von selbst wieder durch deine Nasenöffnungen aus.

Lege nun deine rechte Hand auf dein Brustbein und nimm wahr, wie sich dein Brustkorb mit jedem Atemzug hebt und senkt. Beeinflusse deinen Atem zunächst nicht, sondern beobachte nur. Werde zum Zeugen deiner eigenen körperlichen Vorgänge. Spüre die Wärme deiner Hand.

Nach einiger Zeit vertiefe und verstärke bewusst deine Ausatmung. Der Impuls der Einatmung kommt von ganz alleine. Atme auf diese Weise ca. 8 – 10 Mal ein und tief und langsam aus. So wie es dir angenehm ist. Nimm den Impuls zur Einatmung wahr. Spüre die Tiefe Ruhe, die sich langsam in dir ausbreitet.

Stelle dir nun vor, du würdest durch dein Herz hindurch ein- und ausatmen. Lass innere Bilder, Empfindungen, die auftauchen oder Gedanken, die sich formen, zu. Schau dir alles an aber halte nichts fest. Richte dein Gewahrsein wieder und wieder auf deinen Atem und wie er durch dein Herz ein- und ausströmt.

Lass nun liebevolle Gedanken der LIEBE in dein Herz fließen. Spüre Liebe in deinem Herzen. Atme dabei weiterhin lange und tief aus und lass die Einatmung durch und in dein Herz strömen.

Nun denke das Wort MITGEFÜHL. Mitgefühl strömt in dein Herz. Spüre Mitgefühl. Die Atmung fließt langsam in und durch das Herz.
Dein Gedanke an LEICHTIGKEIT erfüllt nun dein Herz. Lass Leichtigkeit in dein Herz. Nimm das Gefühl der Leichtigkeit wahr.

Lass nun langsam die Atmung wieder ganz normal fließen. Ein und Aus, ohne sie besonders zu beeinflussen. Nimm deine Hand wieder von der Brust und spüre deinen Gefühlen und deiner Atmung nach.

Über die Herzmeditation anfangs 5 – 10 Minuten und erhöhe die Zeit allmählich auf 20 Minuten. Ich empfehle dir, die Herzatmung für einen längeren Zeitraum (mindestens 1 Monat) täglich zu üben.

Hier noch ein kleiner Bericht zum Workshop:

MALWORKSHOP 20.5.2016 im Sozialzentrum Brunn am Gebirge

AIMG-20160520-WA0022[1]m vergangenen Freitag war es wieder soweit. Eine Gruppe von 5 Frauen hat sich zum Workshop eingefunden. Alle sind sich einig: “Ich kann nicht malen…”

….dass werden wir ja sehen…..

Siehe da, nach ein paar Übungen und Erklärungen zum Material und einwenig Mut zum “Verpatzen” und die ersten Bilder entstehen.
Schlussendlich sind alle begeistert von ihrem Werk.

“WanIMG-20160520-WA0023[1]n gibt es die nächste Möglichkeit zum Malen?”…ist jetzt die Frage.

Was ist passiert?

Sie haben Feuer gefangen. Haben sich frei gemalt und den ersten Schritt zu weniger Perfektionismus geschafft.

Es befreit und tut gut, einfach auszuprobieren. Neues kennen zu lernen und sich danach noch ganz leicht und entspannt fühlen zu können.

Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit dazu!  IMG-20160520-WA0024[1] 20160520_162720[1]

Malworkshop März 2014:

Die Teilnehmer üben beim freien Malen sich ganz auf Ihr Unterbewusstsein, Ihre Intuition zu verlassen. Anfangs für die meisten nicht so einfach, da wir es gewohnt sind, uns an Vorgaben zu halten. Die Freude am Entstandenen Kunstwerk ist jedoch allen TeilnehmerInnen am Schluss anzusehen.
Kreativität, Intuition, Konzentration und der Flow-Zustand werden bei diesem Workshop trainiert.

Dinge, die Kindern selbstverständlich sind, werden hier von Erwachsenen wieder entdeckt – die Freude am Experimentieren, Neugierde und Spaß am Ausprobieren von Materialien und Farbkombinationen. Ganz für sich ohne Regeln etwas zu er – schaffen.

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BIOGRAFIEARBEIT: März 2013

Anhand von „Erinnerungsstücken“ wurde der Lebensweg mit all seinen Höhen und Tiefen nachempfunden und die Erfahrungen daraus als Ressource und Chance für zukünftige Herausforderungen den TeilnehmerInnen zugänglich gemacht und in verschiedenster Weise kreativ verarbeitet. Die Teilnehmer hatten viel Freude an dem Austausch der Geschichten und Erinnerungen und gingen mit viel Mut und Tatkraft aus dem Workshop.

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