Innere Akzeptanz

Kürzlich wurde im ORF eine Dokumentation über Queen Elizabeth II gesendet. Anlässlich Ihres 90ten Geburtstages wurde dieser Bericht, mit sehr persönlichem Feedback der Royalen Familie, ausgestrahlt.

Ansonsten kein großer Fan von VIPs und High Society Geschichten, hat mich doch interessiert, wie diese Frau lebt, wie Sie diese Aufgabe trägt und was ihre Familie über sie zu erzählen hat.

Rückblickend ist bei mir eine Aussage besonders hängen geblieben: „ Es ist eine Frage der inneren Akzeptanz“.

Elizabeth musste nach dem frühen Tot ihres Vaters die königliche Führung der Commonwealth – Staaten übernehmen. Sie war gerade 25 Jahre alt. Sie hat, laut Erzählungen ihrer Nächsten, diese Aufgabe nie in Frage gestellt, sondern Sie als Tatsache, Ihre Realität anerkannt und keinerlei inneren Widerstand aufgebaut.

Laut ihrem Enkel, Prinz William, ist sie eine Frau der Tat. Diese Kombination aus innerer Akzeptanz und „tun“, macht sie stark, ruhig, beinahe wirkt sie entspannt. Diese Entspannung trägt dazu bei, dass Sie ihrer Aufgabe, trotz des fortgeschrittenen Alters bzw. auch in jungen Jahren sowie in politisch schwierigen Zeiten, so gut gemeistert hat und dem ganzen Land als Vorbild dient.

Mich hat das sehr gerührt. Eine Frau, die durch ihre Vorliebe für bunte Outfits, Hüte und ihre Hunde mir persönlich in Erinnerung war, geriet so in ein gänzlich anderes Bild.

Sie wird wirksam durch die Hingabe an eine Aufgabe, die vielleicht andere als persönliche Einschränkung oder schicksalhafte Bürde betrachtet hätten.

Für mich persönlich ist Sie ein Mensch, der erfolgreich ist, durch Gelassenheit. Sie nimmt die Aufgabe ernst, ohne sich selbst oder den Sinn ihrer Aufgabe im Leben kritisch zu hinterfragen und sich nur „zu ergeben“.

Sie kennen sicherlich den Spruch: „leave it, love it or change it…“. Wenn ich in einer Sache stecke, die mir grundsätzlich zu wider ist, habe ich die Möglichkeit, sie mir zur persönlichen Aufgabe zu machen und sie „zu lieben“, ich kann diese Sache aufgeben (mit allen Konsequenzen) oder ich kann versuchen Sie zu verändern.

Mit der inneren Akzeptanz jedenfalls, ist der Weg zu einem effektiven Umgang damit geebnet. Ich verliere viel Energie, wenn ich negativen Gedanken hege und  mich im inneren Widerstand befinde. Sobald ich jedoch einen Weg zur inneren Akzeptanz einer Situation finde, kann die Energie zu Fließen beginnen.

Ideen, Wünsche haben die Möglichkeit sich zu entwickeln, umgesetzt zu werden – zur Realität zu werden.

In diesem Sinn wünsche ich ihnen, bei allem was sie belastet, dass Sie einen Weg zur inneren Akzeptanz finden.

Sodass sie wieder tatkräftig die Dinge in die Hand nehmen können und in ihrem Sinn verändern können.

…die Route wird neu berechnet…

du sitzt im Auto und dein Navi meldet unaufhörlich…“die Route wird neu berechnet“.. das Ergebnis lässt leider auf sich warten. Unruhig schaust du immer wieder auf das Display…kein Ergebnis.

So etwas Ähnliches passiert auch im Gehirn unserer Kinder, wenn diese in die Pubertät kommen und wir als Erwachsene dringend auf ein Ergebnis warten, wie wir jetzt vorankommen.

…“die Route wird neu berechnet“….

Wenn aus Kindern junge Erwachsene werden, dann entsteht im Kopf eine neue Welt. Altes muss raus, Neues rein und entsprechend entsteht Chaos. Gefühle die nicht zuordenbar sind. Neues Verhalten, mit dem keine Seite so recht umzugehen weiß. Ratlosigkeit, Gefühlsstau, Hilflosigkeit, Rückzug, totale Ablehnung und Aggression – eine Welt stürzt scheinbar ein.

…“die Route wird neu berechnet“…

weiterlesen

…und plötzlich alles ganz anders…
ein sehr sinnhafter Spruch auf einer Postkarte, die mir eine Freundin geschenkt hat, liegt auf meinem Schreibtisch. Immer wieder bleibt mein Blick an ihr haften. Auf der Vorderseite in schwarzen Lettern auf blitzblauem Untergrund steht…“Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen…“ Zitat John Lennon.

Wie war, denke ich. Noch vor einem Monat hätte ich mich wetten getraut, dass das unmöglich ist, was gerade in meinem Leben passiert. …positiv, Gott sei Dank…aber unkontrolliert und ganz von alleine, ist meine Welt eine andere geworden. Ich freue mich darüber und habe seit langem keine Angst mehr, etwas zu versäumen, dass etwas nicht perfekt wäre, oder dass ich mir zu viel zutrauen.

Eine positive Entwicklung…aber manchmal geht es ganz anderes. Dann geschehen Dinge, die dir den Teppich unter den Füßen wegziehen. Du plötzlich aus deinem bekannten Leben katapultiert wirst. Kein Weg führt zurück in das alte, gewohnte und liebgewonnene Dasein.

Auch wenn du vieles leid geworden bist. Wenn dir die Dinge oft über den Kopf gewachsen sind und du sie gerne weg haben wolltest…aber so?

Es passiert uns immer wieder, dass wir Einbrüche erleben, Widrigkeiten. Dass wir gezwungen werden Liebgewonnenes loszulassen. Wir uns mit dem Neuen anfreunden und Sinn in den Hürden finden müssen, um uns neu zu orientieren.

weiterlesen

MUTTERTAG 
Was uns manchmal so schwer fällt, ist Liebe und Zuneigung auszudrücken. Die Liebe zu Menschen die uns besonders nahe stehen, macht uns verletzlich. Offen auszusprechen, was wir empfinden ist für viele von uns eine große Herausforderung.

Egal ob die Liebe zur Mutter, zum Partner oder zum eigenen Kind. Wir scheuen uns davor, die Gefühle in Worte zu fassen. Vielen fällt es leichter etwas zu tun.

Wie auch immer man seine Zuneigung zeigt, oder diese gezeigt bekommt…es ist so schön und tut so gut, geliebt zu werden.

Für mich ist Muttertag eine Gelegenheit mit meiner Familie zusammen zu sein und meinen Lieben zu zeigen, dass sie mir viel wert sind. Mit viel Zeit zum Reden, einander bekochen, zusammensitzen und den Moment genießen.

In diesem Sinn wünsche ich allen viel Zeit für Zuneigung und Aufmerksamkeit für die vielen Kleinigkeiten, die man für einander tut, um sich die Liebe zu zeigen.

 

Immer währende Harmonie“…eine Falle, die zu schön  ist, um wahr zu sein.

Sie ermüden uns manchmal, die täglichen „Kleinkriege“. Viele von uns tun sich besonders schwer Konflikte einzugehen. Lassen sich lieber „um des Friedens willen“ ihre Wünsche und Bedürfnisse nehmen. Oder sie haben gelernt, indirekte Wege zu gehen, um ans Ziel zu gelangen.

Die Folge davon sind Wut- bzw. Aggressionsausbrüche zum falschen Zeitpunkt, die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben. Der aufgestaute Ärger sucht sich dann zum ungeeigneten Zeitpunkt ein Ventil.

Konflikte sind ein wichtiger Teil unsers Lebens. Sie sind Hürden, die uns helfen einen Schritt in der Entwicklung weiter zu kommen. Wir sind Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Zielen. Wir unterscheiden uns in unseren Werten. Wir wollen uns von anderen abheben bzw. abgrenzen – das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Konflikte einzugehen und Lösungen zu finden, gehört zu unserem Leben dazu.

Konflikte sind Aus-einander-setzungen. Wir kommunizieren unseren Standpunkt. Legen unsere Sichtweise dar und haben die Möglichkeit gleichzeitig, durch das Aus-einander-setzen mit dem „Gegner“, dessen Blickwinkel kennen zu lernen. Dieses sich mit dem anderen „beschäftigen“ erweitert unsere Grenzen. Die erörterten Argumente geben uns Einblick in das Erleben eines Anderen. Sie bereichern uns damit auch.

weiterlesen

…aus der Haut fahren…

„aus der Haut fahren“, „nicht aus seiner Haut können“…, „sich nicht in der eigenen Haut wohlfühlen“…

Ich denke mir oft, wie die Sprache Bilder entwirft, die genau das ausdrücken, was uns gerade bewegt. Wenn es um unsere Komfortzone, unsere eigenen Grenzen geht, sind wir sehr sensibel.

Neue Anfänge, Grenzüberschreitungen oder Aufgabe der Selbstkontrolle….wir haben Angst, fühlen uns unsicher auf dem neuen Terrain. Was wird kommen? Wie wird man mich beurteilen? Was wird man über mich sagen? Was, wenn ich nicht bestehe? ..und wenn ich nicht passend bin?

Wir fühlen uns wohl, wenn wir „Herr der Lage sind“. Wenn wir eine „sichere Zukunft“ annehmen können.

Dabei vergessen wir manchmal, dass wir mit Änderungen der Routine und Offenheit an Flexibilität gewinnen. Dass wir uns damit stark machen. Stärke gewinnen wir, in dem wir unsere Talente fördern. Wir nicht nur einen bekannten Weg folgen. Wenn wir ein breites Spektrum anbieten können und damit eine breite Basis, auf der es sich leichter steht, als nur auf einem Bein.

Ein unglaubliches Experiment war für mich „Dialog im Dunkeln“. Eine Führung durch „Alltagssituationen“, nachgestellt in den Sälen der Stadthalle Wien. Die Guids waren Blinde, die die Gruppe von Erwachsenen und Kindern durch den „Parcour“ führten. Es war interessant und auch beängstigend zu gleich. Der Sehsinn war völlig ausgeschaltet. Mein Tastsinn, Geruchsinn und meine Ohren waren auf „Alarmstufe“ eingestellt. Unglaublich was ich plötzlich wahrgenommen habe. Bisher unbeachtete Details wurden „sichtbar“ und ich erlebte die Welt um mich in einer ganz neuen, unbekannten Form. Eine Parallelwelt – das Stadtleben ohne Augenlicht. weiterlesen

Verbales Babylon

Wieder einmal bin ich völlig überrumpelt…tappe im Dunkeln, kann den Worten meines Gegenübers nicht folgen. Die Worte verstehe ich, doch den Sinn, die Bedeutung kann ich nicht erahnen.
Ich weiß nicht, warum mein Partner, eben noch der Einfühlsamste und Liebste, wutentbrannt eine Rede vom Stapel lässt, dass ich innerlich erbebe.

Ich überlege krampfhaft, suche nach Worten…weiß nicht was ich sagen soll, ohne das Feuer weiter zu schüren. Wir sind in diesem Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation angekommen, wo jeder auf einem anderen Sender- bzw. Empfängerbereich eingestellt ist.
VERBALES BABYLON….wir reden zwar dieselbe Sprache, verstehen einander gerade aber überhaupt nicht.

Verdutze Gesichter, Wut, Unverständnis….

Weil wir glauben, voraussetzen zu können. Weil wir mehr denken, als auszusprechen. Weil wir nicht nachfragen.
Jeder von uns hat ein ganz spezielles, individuelles Erleben. Dieses ist geprägt von den Erfahrungen, den Bezugsmenschen, dem Umfeld. Welche gleichsam unsere Filtereinstellung, das „WIE“ wir unsere Welt sehen und uns erklären, darstellen. Es unterscheidet uns daher aber auch von allen übrigen Menschen und jeder Begriff, Gestik etc. hat eine andere Bedeutung – wird eigens interpretiert. weiterlesen

Feedback

Wir diskutieren und tauschen uns aus und mitten im Gespräch – unauffällig wie ein getarntes Raubtier – erwischt es dich ganz heftig. Eine Rückmeldung deines Gegenübers. …heftige Reaktionen im Innersten, eventuell Fassungslosigkeit, Wut aber auch Traurigkeit über die Wahrnehmung des anderen.

Was ist passiert? Gerade war es noch so nett. Man hat gealbert, sich gut verstanden, hat das Gespräch genossen. Dann dieser Schlag in die Magengrube. Zurück bleibt ein bitterer Geschmack.

Was nun?

Ein Feedback ist keine einfache Sache. Ob beruflich oder privat – es zu geben, oder zu nehmen.

Was ist das überhaupt…ein Feedback?

Es ist eine Rückmeldung, eine Resonanz, eine Wahrnehmung, ein Blickwinkel…

Was sollte es nicht sein – ungefragt gegebene Kritik, besonders an Dingen, die der andere nicht ändern kann.

Zweck der Übung:

Es ist eine Möglichkeit sich über ein Verhalten auszutauschen, das Probleme bereitet, Unbehagen, oder aber auch gut aufgefallen ist. Also ein Lob oder Kompliment.

Dieses Verhalten wird so beschrieben, wie es erlebt wird.

Der Angesprochene erhält damit die Chance einen Einblick zu gewinnen, wie andere sein Verhalten sehen.

Ein Moment, der manchmal sehr weh tut…oder auch Scham auslöst.

Gelungen ist das Gespräch, wenn diese Rückmeldung ein “Aha-Erlebnis” mit neuen Perspektiven nach sich zieht.

Wenn Sie ein Feedback bekommen, dann nehmen Sie es an.
Auch gelobt werden, will gelernt sein.

Sie dürfen sich ruhig auch darüber freuen, wenn man Ihnen Blumen streut.

Mein Tipp: Ein einfaches „DANKE“ ist oft die beste Antwort auf Feedback …bei Lob wie Kritik, auch wenn es schwer fällt.

 

Ein herzliches Willkommen auf meinem Blog…

Ein leerer Zettel, ein blankes Papier laden ein, Gedanken, Standpunkte und Erfahrungen nieder zu schreiben, ein Bild zu kritzeln…eine Geschichte zu erzählen.

Schreiben ist für mich Befreiung, Kunst, Lust…soll ansprechen, motivieren, zu Herzen gehen, in anderen Bilder erzeugen. Worte sind die Bausteine, das Werkzeug dazu.
Worte haben mich schon immer fasziniert. Sie sind Ausgangspunkt meiner Geschichte und so möchte ich meinen ersten Beitrag gerne diesem Thema widmen.

Seit 2011 beschäftige ich mich intensiv mit diesem Werkzeug. Denn richtig bewusst wurde mir erst mit der Mentaltrainer-Ausbildung, was WORTE können. Wie intensiv die Auswirkungen meines Denkens, meiner Wortwahl auf mich und mein Umfeld sind.

Worte trösten und schenken Hoffnung. Worte nehmen in den Arm und geben Geborgenheit.
Sie lassen uns träumen, visionieren, schmunzeln und lachen. Sie machen uns stark, lassen uns durchhalten, geben uns Mut.
Sie lösen aber auch Ärger und Wut aus, schränken ein und legen lahm. Treffen uns wie
Ohrfeigen und hinterlassen tiefe Wunden.

Was wäre also, wenn ich mir täglich vornehme, nicht nur möglichst gute Argumente anzuführen oder möglichst witzig und schlagfertig zu sein, sondern das Gesagte einfach einmal anzunehmen. Wie einen Gegenstand, den man mir in die Hand drückt.

Hinhören, was mein Gegenüber sagt . Nicht meine eigene Antwort schon im Kopf zu formulieren. Gegenargumente zu finden, die eigene Geschichte schon parat zu haben lässt keinen Platz für die Erzählung meines Gesprächspartners.

Ganz wichtig auch, wie viel Kritik, wie viele verbale Ohrfeigen ich mir selbst gebe. Was ich alles selbst verhindere. …kann ich nicht…, …schaff ich das?…was wäre wenn….?
Ziele, die ich selbst täglich verhindere, weil ich mir der Kraft meiner eigenen Worte nicht bewusst bin.

Bis heute bin ich der Meinung, einfach wahrnehmen und zuhören, sind die wichtigsten Dinge, die man mir beigebracht hat. Wer beobachtet und hinhört, dem öffnen sich neue Wege und Möglichkeiten der Veränderung, anstatt gefangen zu sein in den eigenen Gedankengängen.

Ich habe es in der Hand, meinen Fokus zu verändern. Es ist ein kleiner Schritt mit großer Auswirkung. Wie oft wünschen wir uns doch ganz einfach: „ HÖR doch einfach mal zu“…

Vielleicht auch für Sie der erste Schritt aus der eigenen Gedankenmühle heraus. Mein Tipp für Sie: Legen Sie die Worte nicht auf die Waagschale, sondern wählen sie diese mit Bedacht.